Jedes Unternehmen, das in einem Wettbewerbsmarkt agiert, muss hinsichtlich seiner Positionierung klare Entscheidungen treffen. Dazu gehört es unter anderem, plausible und an die eigene Kundenklientel angepasste Preise zu setzen und ein entsprechendes Angebot zu gestalten.
Um die Preispolitik zu optimieren und geeignete Angebote zu erstellen, sollten Unternehmen die Preissensitivität ihrer Kunden kennen. Wurden durch professionelles Customer Relationship Management valide Daten erhoben, kann durch geeignete Untersuchungen leicht herausgefunden werden, wie stark auf Veränderungen der Preise reagiert wird.
Die Kenntnis ist zur Maximierung des Umsatzes von elementarer Bedeutung: Zu niedrige Preisen verschenken Gewinne, zu hohe Preise hingegen führen zu einem zu geringen Umsatz.
Wurden in der Vergangenheit viele Vertriebsaktionen durchgeführt und hat eine ausreichende Dokumentation stattgefunden, können Unternehmen den Absatzerfolg in Abhängigkeit des jeweiligen Angebotspreises ermitteln. Im Resultat bleibt dann die (aggregierte) Nachfragefunktion der eigenen Kundschaft - eine außerordentlich nützliche Information.
Unternehmen können - näherungsweise, aber dennoch aussagekräftig - ersehen wie sich eine Erhöhung der Preise auf die Nachfrage auswirken wird bzw. welche Umsatzsteigerungen bei Preisnachlässen zu erwarten sind. Das Wissen um das Preisbewusstsein der Kundschaft ist dabei nicht nur bei der generellen Positionierung im Markt vorteilhaft, sondern hilft auch bei der Gestaltung von Angeboten, die als Reaktion auf Offerten der Konkurrenz erstellt werden: Unternehmen können durch eine Preissensitivitäts-Beobachtung schnell feststellen, wo ihre Grenzen liegen und ob es sich lohnt, mit dem Angebot der Konkurrenz mitzuhalten bzw. dieses ggf. zu unterbieten.
Eine Segmentierung der eigenen Kundschaft, die oben bereits angesprochen wurde, kann auch in diesem Zusammenhang vorteilhaft sein. Können preissensitive von weniger an den Kosten orientierten Kunden separiert werden, sind Umsatzsteigerung und Gewinnoptimierung möglich. CRM-Daten können dabei die Basis für strategische Entscheidungen, wie beispielsweise die Einführung eines neuen Labels, darstellen.