Die Beispiele erfassen nicht annähernd das Potenzial, das Unternehmen mit professionellem Kundenbeziehungsmanagement realisieren können. CRM bietet einen integrativen Ansatz zur Ausrichtung der unternehmerischen Aktivitäten. Jeder Kundenkontakt kann zur Steigerung des Umsatzes, zur Festigung der Kundenbeziehung und damit zur Verbesserung der Marktposition genutzt werden.
Wenn ein Unternehmen weiß, welche Produkte seine Kunden wünschen, wie neue Produkte schnell im Kundenkreis bekannt gemacht und verkauft werden können und für welche zusätzlichen Leistungen, die nicht zum Sortiment gehören, sich die Kunden interessieren könnten, beeinflusst dieses Wissen nicht nur Marketing und Vertrieb, sondern erstreckt sich im Hinblick auf unternehmerische Entscheidungen auch auf die Produktentwicklung.
CRM ist - wie sich aus den bisherigen Ausführungen unschwer ableiten lässt -nicht nur dazu geeignet, den Umsatz zu steigern, indem Kunden mit passenden Angeboten auf dem richtigen Distributionskanal konfrontiert werden. Auch erhebliche Kosteneinsparungen sind möglich. Wie im vorherigen Callcenter-Beispiel bereits angedeutet, lässt sich die Effizienz deutlich verbessern, wenn die Kundschaft segmentiert wird.
Ein bestimmtes Absatzziel kann somit zu geringeren Kosten erreicht werden. Auch im nicht verkaufsorientierten Kundenservice bieten sich durch CRM Effizienz- und Effektivitätspotenziale. Um ein leistungsfähiges CRM im Unternehmen zu installieren, müssen viele Vorgänge standardisiert werden. Zwar sind auch die Standardisierungen im Rahmen einer CRM-Einführung zunächst mit Kosten verbunden: Die strenge Ausrichtung an den Erfordernissen einer Datenbank gewährleistet dabei jedoch ein Höchstmaß an Wirtschaftlichkeit. Sind Prozesse einmal standardisiert, kann die Bewältigung von Aufgaben beispielsweise im Kundenservice deutlich schneller von statten gehen, wodurch sich Personalkosten einsparen lassen.